Häufig gestellte Fragen | Goldanalytix

Hier bekommen Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu allen Themen rund um die Edelmetallprüfung. Die Fragen und Antworten sind übersichtlich nach Schwerpunkten sortiert – so kommen Sie besonders schnell zum Ziel.

Top 5 Fragen

Welches Prüfgerät ist für mich das Richtige?

Das hängt ganz davon ab, welche Objekte man überprüfen möchte:

Für klassische Anleger (Münzen und Barren) ist die GoldScreenBox in Kombination mit Messschieber und Feinwaage meist ausreichend (misst auch durch Verpackungen). Für Barren ab 50 Gramm aufwärts empfehlen wir ergänzend den BarScreenSensor, für den die Objekte jedoch ausgepackt werden müssen.

Im Schmuckbereich ist die Messung etwas komplexer. Meist ist eine Kombination aus GoldScreenPen, Dichtewaage und Prüfsäureset für eine aussagekräftige Analyse notwendig. Der GoldScreenPen kann außerdem auch für kleinere Anlageobjekte bis ca. 1 Unze eingesetzt werden.

Als Wolframdetektor ist die Magnetwaage für Goldobjekte von circa 1/4 Unze bis 250 g eine günstigere Alternative zur GoldScreenBox. Wer ganz auf Gold setzt und z.B. 100-Gramm-Barren nicht auspacken möchte, ist mit der Magnetwaage gut beraten.

Für größere oder unförmige Barren, deren Abmessungen nicht hinreichend genau mit einem Messschieber festgestellt werden können, ist das Barrenprüfset zu empfehlen.

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Können Prüfgeräte die Echtheit von Edelmetallen wirklich zerstörungsfrei bestätigen?

Alle Prüfgeräte von Goldanalytix messen physikalische Eigenschaften des zu testenden Gegenstandes. Für Fälscher ist es leicht eine einzelne physikalische Eigenschaft wie zum Beispiel die Dichte von Gold mit einem Wolframkern nachzuahmen. Die Ersatzmaterialen oder Legierungen sind jedoch so einzigartig in ihren Eigenschaften, dass die Imitation einer weiteren Messgröße wie beispielsweise der elektrischen Leitfähigkeit nicht gelingt. Insofern empfehlen wir für die Echtheitsprüfung immer eine Methodenkombination, um sich vor Fälschungen zu schützen. Angefangen von Messschieber und Feinwaage (grobe Dichteschätzung) über die Dichtewaage (für nicht perfekt zylindrische oder quaderförmige Objekte) über die Leitfähigkeitsmessung oder Magnetprüfung bis hin zur Ultraschallmessung. Alle Messmethoden haben je nach Anwendungszweck ihre Berechtigung und können Sie vor Fälschungen effektiv schützen. HIER finden Sie Informationen, welches Gerät zur zerstörungsfreien Edelmetallprüfung für Sie das Richtige ist.

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Messmethodische Begriffe

Magnetismus:

  • Paramagnetische Materialien folgen der Magnetisierung des magnetischen Feldes, dem sie ausgesetzt sind, ohne sich dabei selbst zu magnetisieren. Führt man z.B. Wolfram an ein Magnetfeld heran, wird dieses angezogen
  • Diamagnetische Materialien wirken entgegengesetzt der Magnetisierung des magnetischen Feldes, dem sie ausgesetzt sind, ohne sich dabei selbst zu magnetisieren. Führt man z.B. Gold an ein Magnetfeld heran, wird dieses abgestoßen
  • Ferromagnetische Materialien werden in einem externen magnetischen Feld magnetisiert und behalten diese Magnetisierung, auch wenn sie das Feld verlassen haben. Eisen ist hierbei das bekannteste Ferromagnetische Material

 

Suszeptibilitätseigenschaften:

  • Die Suszeptibilitätseigenschaften beschreiben das Verhältnis der Magnetisierung eines Materials zur magnetischen Feldstärke
  • Diese sogenannte magnetische Suszeptibilität lässt sich mit Hilfe einer Magnetwaage erfassen

 

Leitfähigkeit:

  • Unter Leitfähigkeit versteht man die Fähigkeit eines Stoffes die Energie  (z.B. Strom, Wärme) zu übertragen
  • Die Leitfähigkeit wird in Siemens pro Meter gemessen

 

Dichte:

  • Die Dichte eines Körpers beschreibt seine Masse im Verhältnis zum Volumen
  • Als „Pseudo-Dichte“ kann man aus den Abmessungen und dem Gewicht des vorliegenden Objektes berechnen
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Welche Fachbegriffe gibt es für Edelmetalle?

Unze:

  • Als Unze versteht man eine Maßeinheit für die Masse verschiedenster Objekte (z.B. gewöhnliche Unze, Flüssigkeitsunze). Im Kontext der Edelmetalle wird von der Feinunze Gebrauch gemacht, welche in etwa 31,10 Gramm beträgt

 

Legierungen:

  • Als Legierung bezeichnet man einen metallischen Werkstoff, der aus mindestens zwei Elementen besteht. Bekannte Legierungen im Edelmetallbereich sind beispielsweise Rotgold (Gold- Kupfer), Weißgold (Gold-Palladium-Silber), oder Gelbgold (Feingold-Silber-Kupfer)

 

Reinmetalle:

  • Unter Reinmetallen versteht man alle Metalle, welche rein vorliegen, also nicht in Verbindung einer Legierung sind

 

Barren:

  • Als Barren bezeichnet man in eine standardisierte Form gegossene Metallschmelzen,  um diese leichter Transportieren und verarbeiten zu können

 

Karat:

  • In Karat gibt man die Reinheit (den Feingehalt) von Gold an
  • Heutzutage benutzt man dafür eher die Gewichtspromille als Angabe, welche den Feingehalt von Gold in Tausendstel angibt, die zur Tausend fehlenden Teile sind andere Metalle
  • z.B. Gold 585 bezeichnet eine Legierung mit einem Goldanteil von 583 1/3, diese entspräche 14 Karat; als Feingold 999 wird Gold mit einem Anteil 999 in 1000 bezeichnet, dies entspricht 24 Karat

 

Punzierung/Punze/Prägung:

  • Die Prägung von Edelmetallen wird als Punzierung bezeichnet
  •  Oftmals wird der Feingehalt des Materials aufpunziert

 

Galvanisieren:

  • Als Galvanisieren bezeichnet man eine Technik der Oberflächenveredelung
  • Diese kann zwei Nutzen haben: Funktionale Galvanisierung (z.B. Schutz vor Korrosion/Verschleiß), Dekorative Galvanisierung (Verchromung)
  • Gerne wird Sie von Fälschern verwendet, um Wolframkerne echt aussehen zu lassen
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Wo produziert Goldanalytix seine Produkte?

Goldanalytix produziert und entwickelt sein eigenen Produkte mit höchsten Qualitätsansprüchen in Regensburg, Deutschland, im Firmengebäude der Dachfirma MARAWE GmbH & Co. KG.

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Neue Fragen

Was ist zu tun, falls die Antwort unerwartet richtig oder falsch ist?

Am besten wiederholen Sie die Messung. Prüfen Sie ob alle Komponenten des Dichtemessaufbaus fest auf der Waage aufsitzen und richtig angeordnet sind. Sollte ein gänzlich unerwartetes Ergebnis erscheinen, so starten Sie den Setup neu, warten einige Minuten und trocknen in der Zwischenzeit alle Komponenten die eigentlich nicht mit dem Wasserbad in Berührung sein sollten sorgfältig ab.

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Was ist zu tun, falls die Antwort unerwartet richtig oder falsch ist?

Am besten wiederholen Sie die Messung. Prüfen Sie ob alle Komponenten des Dichtemessaufbaus fest auf der Waage aufsitzen und richtig angeordnet sind. Sollte ein gänzlich unerwartetes Ergebnis erscheinen, so starten Sie den Setup neu, warten einige Minuten und trocknen in der Zwischenzeit alle Komponenten die eigentlich nicht mit dem Wasserbad in Berührung sein sollten sorgfältig ab.

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Ist es möglich trotz des Vorliegens eines echten Prüfobjekts eine "Falsch"-Antwort zu erhalten?

Dies könnte zum Beispiel passieren wenn im Material von aussen nicht sichtbare Hohlräume vorliegen oder das Objekt im Inneren poröser ist, als es von außen den Anschein macht. Auch nicht erwartete Verunreinigungen mit dichteren oder weniger dichten Materialien / Stoffen kann für eine Falsch-Antwort verantwortlich sein.

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Ist es möglich trotz des Vorliegens eines echten Prüfobjekts eine "Falsch"-Antwort zu erhalten?

Dies könnte zum Beispiel passieren wenn im Material von aussen nicht sichtbare Hohlräume vorliegen oder das Objekt im Inneren poröser ist, als es von außen den Anschein macht. Auch nicht erwartete Verunreinigungen mit dichteren oder weniger dichten Materialien / Stoffen kann für eine Falsch-Antwort verantwortlich sein.

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Unter welchen Umständen kann eine Fälschung oder eine Fälschungslegierung ein richtiges Ergebnis liefern?

Eine Fälschung kann unter Umständen dann ein richtiges Ergebnis (also ein echtes Objekt) liefern wenn der Kern zu tief im Inneren verborgen ist und somit die diamagnetische Schicht um den paramagnetischen "Falschkern" nicht erkannt wird. Die maximale Dicke einer Goldschicht durch die gemessen werden kann beträgt circa 2,5 mm. Ebenso kann eine Ummantelung aus einem stark diamagnetischen Material, welches einen stark positiven Wert hervorruft (z.B Bismut), den weiter innen liegenden paramagnetischen Kern (der ja einen negativen Wert liefert) sozusagen ausgleichen und dann den Wert in Richtung "+" verfälschen. Allerdings wären derartige Fälschungen schwer herzustellen, eine relative dicke z.B Bismutschicht benötigen und würden damit durch den Gewichts- bzw. Dichtetest auffallen.

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