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Nicht nur Gold wird als Anlage- und Industriemetall weltweit gehandelt und geschätzt - auch das Edelmetall Silber hat aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften einen hohen Stellenwert im internationalen Rohstoff-Handel. Doch wie kann man nun Silber auf Echtheit testen? Fakt ist nämlich, dass auch von Silber eine Vielzahl an Fälschungen und Imitaten im Umlauf sind.

Im Folgenden geht es um die Durchführung des Silbertests für Silbermünzen, Silberbarren und aus Silber und Silberlegierungen gefertigten Schmuck. Das Vorgehen ist dabei grundsätzlich identisch zum Goldtest, wobei hier einige Besonderheiten herausgestellt werden.

Silber & Silberfälschungen - Allgemeine Informationen

Silbermünzen und Silberbarren haben gerade in letzten Jahren einen hohen Stellenwert als Anlageobjekte erlangt. Damit das Investment in physisches Silber auch wirklich zur sicheren Anlage wird, zeigen wir Ihnen wie man echtes Silber erkennen und den Kauf von falschem Silber vermeiden kann. Denn auch wenn der Preis pro Unze Silber niedriger ist als bei Gold - Fälscher wagen sich gerne an Silber heran und haben bereits zahlreiche präzise gefertigte Imitate in den Markt eingeschleust. Häufig wird Silber mit den Metallen Molybdän, Blei, Zinn-Blei-Legierungen oder Kupfer "gestreckt". Natürlich kommen auch Legierungen dieser oder anderer Metalle in verschiedenen Kombinationen vor.

Gerade die Fälschungen aus Molybdän und bestimmten Zinn-Blei Legierungen sind besonders gefährlich, da diese Materialien nahezu gleiche Dichten wie Silber aufweisen. Auf diese Weise können von den Fälschern Gewicht und Abmessungen perfekt imitiert werden. Die derart hergestellten, gefälschten Silbermünzen erfordern die Untersuchung mit modernen Prüfmethoden, wie beispielsweise dem GoldScreenSensor. Denn die Wirbelstrommessung, auf der die Messtechnik des GoldScreenSensors basiert, ist besonders für Silber hervorragend geeignet: Reinsilber hat die höchste Leitfähigkeit aller Metalle. Deshalb gibt es mit dem GoldScreenSensor bei Silber-Anlagemünzen (Ag 999 oder 9999) keine Verwechslungsgefahr mit anderen Fälschungsmaterialen.

Im folgenden Beispiel (siehe unten) sehen Sie eine nahezu perfekt gefälschte 1 Unze China Panda Silbermünze mit Kern aus Blei-Zinn Legierung gleicher Dichte. Somit hat die Münze fast exakt die Abmessungen und das Gewicht der originalen Münze. Da aber der Schmelzpunkt derartiger Legierungen weit unter dem von Reinsilber liegt, kann schon eine Heißluftföhn die Münze zum Schmelzen bringen (siehe rechts). Leider eine sehr aufwändige und nicht-zerstörungsfreie Prüfmethode für Edelmetalle.

Echte und gefälschte Silbermünzen
Echte und gefälschte Silbermünzen
Gefälschter Silberpanda unter einer Heißluftpistole
Gefälschter Silberpanda unter einer Heißluftpistole

Sichtprüfung und Untersuchung von Prägungen und Stempeln

Ein erster, einfacher Silbertest ist der Vergleich des Prägebildes von Münzen oder Barren mit Produktbildern des Herstellers (hier links das Original, rechts die Fälschung). Stimmen die Proportionen, erscheint die Prägetiefe wie bei den Originalen, sind alle Elemente vorhanden? Diese und weitere Fragen zu den Details der Silbermünzen und Barren können erste Hinweise auf das Vorliegen einer Silberfälschung geben. Besonders wichtig: sollte das Objekt eine geriffelte oder eine glatte Rändelung haben? Mit Hilfe einer Lupe können Sie auch feinere Details im Münzbild untersuchen. Bei Fälschungen kommt es oft vor, dass die feinen Details des Prägebildes nicht exakt nachgebildet wurden. Dazu muss man natürlich die Merkmale genau kennen. Bedenken Sie jedoch, dass Fälscher ihre Repliken stets weiterentwickeln und man sich deshalb nicht auf diese Methode allein verlassen sollte.

Korrektes Gewicht und Abmessungen überprüfen

Eine weitere sehr einfache Methode um Silber zu testen ist die Feststellung des Gewichtes mit einer Feinwaage. Beispielsweise darf eine Unze Feinsilber nicht deutlich mehr oder weniger als 31,1 Gramm wiegen. Zudem kann man mit Hilfe eines digitalen Messschiebers auch die korrekten Abmessungen (Dicke und Durchmesser) von Silbermünzen ermitteln. Die genauen Sollwerte finden sich dabei in unserer Rubrik "Münzabmessungen & Gewichte", auf den Websites der Hersteller und bei Scheideanstalten (hier besonders die ESG-Scheideanstalt Rheinstetten mit einem tollen Informationsangebot rund um Edelmetallmünzen).

Dichtebestimmung von Silber

Auch das spezifische Gewicht bzw. die Dichte eines Metalls wie Silber kann Aufschluss über Materialreinheit und Beschaffenheit im Inneren des Objektes geben. Mittels Dichtewaage können Fälschungen aufgedeckt werden, bei denen das Kernmaterial von der Dichte des Silbers oder der Silberlegierung abweicht. Dies sind unter anderem die sehr häufig vorkommenden Silberfälschungen mit Kupferkern. Dazu wird das Objekt einmal außerhalb des Wassers (links) und einmal im Wasser (rechts) gewogen und die Werte in das mitgelieferte Excel-Tool eingegeben. Darüber hinaus können auch Blei-haltige Silberobjekte aufgedeckt werden und in seltenen Fällen solche mit Kernen aus anderen Metallen wie zum Beispiel Bismut. In der folgenden Übersicht ein Vergleich der Dichten zwischen Silber und den gängigen Fälschungsmaterialien:

Metalle mit ähnlicher Dichte wie Reinsilber:

Silber PSE

Silber

Dichte: 10,49 g/cm3

Molybdän_PSE

Molybdän

Dichte: 10,28 g/cm3

Blei_PSE

Blei

Dichte: 11,40 g/cm3

Bismut_PSE

Bismut

Dichte: 9,75 g/cm3

Kupfer_PSE

Kupfer

Dichte: 8,9 g/cm3

Die besonders heimtückischen Fälschungen sind diejenigen mit einem Kern aus Metall gleicher Dichte wie das imitierte Edelmetall. Diese Art von Fälschung ist vor allem bei Gold inzwischen weitläufig bekannt: das Goldobjekt (Goldmünze, Goldbarren oder Schmuck) wird mit einem Kern aus Wolfram versehen. Da beide die gleiche Dichte aufweisen (19,3 Gramm pro Kubikzentimeter) haben die Objekte exakte gleiches Gewicht und selbe Abmessungen. Und entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, dass diese Art von Fälschung für Silber nicht verbreitet sei, tauchten besonders im Ost-europäischen Raum und verstärkt auch in Deutschland und Österreich in jüngerer Vergangenheit Blei-Zinn oder Molybdän Fälschungen auf. In unserem Hause hatten wir vor kurzem eine Vielzahl nahezu perfekt gefälschter russischer Silbermünzen in Augenschein genommen. Die Prägequalität, sowie Abmessungen und Gewicht, waren den Originalen nahezu identisch. Für diese Art von Fälschungen benötigt man andere Prüfmethoden wie der GoldScreenSensor oder der GoldScreenPen. Gerade für Silber ist die Wirbelstrom-Messung gegenüber der Magnetmessung zu bevorzugen. Einige Fälschungen wie z.B. der weiter oben abgebildete Silber Panda haben tückischer weise die gleichen magnetischen Eigenschaften wie Silber. Der Leitwert hingegen kann von Feinsilber-Fälschungen nicht imitiert werden, weil Silber die höchste Leitfähigkeit aller Metalle hat.


Wirbelstrom-Messung: eine schnelle Methode zum Silber testen

Hat die Dichtebestimmung mit der Dichtewaage oder die Bestimmung von Abmessungen/Gewicht ein korrektes Ergebnis geliefert, kann man eine Vielzahl von Silberfälschungen ausschließen. Im nächsten Schritt gilt es nun auf die professionellen Fälschungen mit Materialien von gleichem spezifischem Gewicht zu achten.

Hier bieten sich sogenannte Wirbelstrom-Analysegeräte wie der GoldScreenSensor oder der GoldScreenPen an. Der GoldScreenSensor eignet sich dabei bestens für Gold- oder Silbermüzen. Mit seiner Hilfe kann auch das Innere der Münze zerstörungsfrei und sehr schnell untersucht werden.  Die Fremdmetall-Einschlüsse ändern bereits in kleinen Mengen das Ansprechverhalten auf den GoldScreenSensor. Durch das Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes definierter Frequenz werden Wirbelströme im Inneren der Münze angeregt und die Messung dieser Ströme ermöglicht letztlich die Unterscheidung zwischen echtem und falschem Silber.

GoldScreenSensor

GoldScreenSensor – Silbermünzen ganz einfach prüfen!

Dieses einzigartige Prüfgerät ermöglicht schnell und einfach die zerstörungsfreie Prüfung von Edelmetallgegenständen wie beispielsweise Münzen oder Barren.

Infos zum Gerät


Silberbesteck einfach prüfen!

Besonders bei Haushaltsauflösungen oder Erbschaften wird gerne Silberbesteck veräußert. Dabei gibt es jedoch große Unterschiede in der Wertigkeit der silber glänzenden Objekte. Vom echten Sterling-Silber mit einem Silbergehalt in Höhe von 925/1000 Teilen über versilbertes Besteck bis hin zu nahezu wertlosen Hotelsilber: Eine korrekte Analyse ist beim Ankauf entscheidend und mit dem GoldScreenPen sehr gut durchführbar. So kann man schnell und einfach unangenehme Überraschungen vermeiden und den Wert des Bestecks schnell einschätzen. In diesem Video wird die Überprüfung und Unterscheidung von Besteck erklärt und vorgeführt.

Zudem haben wir noch zwei Besonderheiten auf die Sie bei Silberbesteck stoßen könnten. Zum einen kann es durchaus vorkommen, dass sich auch Stempel mit Zahlen von 12-16 finden lassen. Diese geben ein älteres Maßsystem für den Feingehalt des Silbers an, 14 sogenannte Lot entsprechen dabei 875er Silber. Besteck mit dieser Punze sollte also auch aus wertvollem Echtsilber bestehen. Zum anderen könnten ihnen die Punzierungen ARG 800, AMZ 800, Super Inox 800 begegnen. Unter diesen Stempelungen sind Fälschungen unterwegs, welche vorgeben aus 800er Silber zu sein, aber zumeist nur aus versilbertem Edelstahl bestehen. Diese lassen sich mit dem GoldScreenPen schnell enttarnen.

GoldScreenSensor

GoldScreenPen – Silberbesteck und kleine Objekte einfach testen!

Dieses Prüfgerät ermöglicht schnell und einfach die zerstörungsfreie Prüfung von kleinen Objekten wie 1-Gramm-Barren oder 1/10 oz Münzen und ungewöhnlich geformten Objekten wie beispielsweise Silberbesteck.

Infos zum Gerät