Referenz- und Vergleichswerte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Referenz- und Vergleichsleitwerte für die Produkte GoldScreenBox und GoldScreenPen zur Verfügung. Damit können Sie schnell und einfach abgleichen, ob ein bestimmtes Metall den zu erwartenden elektrische Leitwert in MS/m (Megasiemens pro Meter) zeigt. Bitte unbedingt beachten: Die elektrische Leitfähigkeit hängt stark von der Temperatur ab. Alle angegebenen Wert sind auf Raumtemperatur (20°C) bezogen.

Im folgenden eine Übersicht der wichtigsten Legierungen die für Edelmetallmünzen und Barren verwendet werden. Dazu noch eine umfangreiche Auswahl an Beispielen zu jedem der Legierungs- und Metalltypen

 

Bezeichnung

Typ

Leitfähigkeit [MS/m]

Feingehalt
[‰]

Dichte
[g/cm3]

Gold 999

A

45

999,9

19,25

Gold 986

B

26,5

986

19,0

Gold 916 (A) / 22 Karat

C

9,7

916

17,55

Gold 916 (B) / 22 Karat

D

11,1

916

17,8

Gold 900

E

8,9

900

17,8

Silber 999

F

61,0

999,9

10,50

Silber 958

G

52,5

958,4

10,41

Silber 925/900

H

51

900–925

10,25

Silber 835

I

49,0

835

10,17

Silber 625

J

47

625

9,8

Platin

K

9,1

999,5

21

Palladium

L

9,3

999,5

11,99

 

 

Typ A

Anlagegoldbarren (Degussa, Umicore, Heraeus, Agosi usw.), Wiener Philharmoniker, American Buffalo, Känguru Nugget, Maple Leaf, China Panda, Mexiko Libertad, Australian Lunar, Münzen Deutschland (100 Mark Sammlermünzen etc.), Britannia (seit 2012), Spanien 5000 bis 80000 Pesetas

Typ B

Bitte beachten: Der Sollwert ist hier ein Kompromiss aus dem eigentlichen Sollwert der 986er Legierung für Objekte die dicker als 1mm (25,5 MS/m) und den in der Praxis fast ausschließlich vorkommenden und eben sehr häufigen 1&4 Dukaten Münzen Österreich und deren Nachprägungen – diese sind besonders, da sie sehr dünn sind (0,71-0,75 mm) und daher unter unserer eigentlichen Mindestanforderung von 1 mm liegen.

Typ C

Südafrika Krügerrand, Großbritannien Britannia (1987-89), Kan. 100 Dollar, Türkei 100 Piaster, Australien 200 Dollar Gold Koala, UK Sovereigns, Chile 5 Pesos (1895-1980), 20 Pesos (1896–1917), Peru Libra (1898-1969), Peru 50000 & 100000 Soles

Typ D

USA American Eagle von der US Mint seit 1986, Nennwert in US-Dollar, Großbritannien Britannia (1989-2012)

Typ E

Deutschland Reichsmark, Österreich Kronen Kaiser Franz Joseph bis 1915 & Nachprägungen, Griechenland Drachme, Österreich Babenberger, Österreich Florin, Schweizer Vreneli (10-100 FR, 1897-1949), Niederlande Wilhemina, Frankreich Marianne/Napoleon/Republik, Italien Umberto I, Vittorio Emanuele II, Dänemark Frederik VIII, Belgien Albert/Leopold II, Russland Rubel Alexander III/Nikolaus II, Russland Tscherwonetz, USA Frauenkopf / Liberty / Indian Head / Double Eagle, Chile Pesos (Ausnahmen siehe Typ C), Mexiko Centenario, Peru 5 bis 10 Soles (1956-1979), Spanien 10 bis 100 Pesetas,

Typ F

Moderne Bullionmünzen: Kanada Maple Leaf, Österreich Philharmoniker, USA Eagle, Australian Koala / Kookaburra, Britannia (ab 2013), Armenien Arche Noah, China Panda, Lunar, Mexiko Libertad (ab 1996)

Typ G

Großbritannien Britannia (1997-2003)

Typ H

Österreich Maria Theresia Taler, viele Medaillen, 10 € Gedenkmünzen 2002-2010 und 20 € 2016–heute, Werte gelten nur für 900 bzw 925 Silber + Kupfer Legierungen & Münzen nach 1945, ältere Münzen bestehen manchmal aus Silber-Nickel-Legierung – diese liegt bei 35-38 MS/m!

Typ I

Lateinische Münzunion, Franken, Lire usw.

Typ J

DM & €-Gedenkmünzen BRD z.B. 5 DM 1953-1979, 10 DM 1987-1997 & 10 € 2011-2015

Typ K

Maple Leaf, 999,5er Barren

Typ L

Maple Leaf, 999,5er Barren

 

Außerdem noch eine Übersicht der Leitwerte wichtiger Schmucklegierungen und die Leitwerte der am häufigsten verwendeten Fälschungsmaterialien für Gold, Silber, Platin und Palladium.

 

Stempel

elektr.
Leitfähigkeit [MS/m]

Fremdmetall

elektr.
Leitfähigkeit [MS/m]

Gelbgoldlegierungen

 

Kupfer (rein)

58

999/24K

45

Kupferlegierungen

41-57

916

11,8

Aluminium (rein)

36,5

750/18K

7,1

Messing (siehe Tab. 5)

13-33

585/14K

7,3

Magnesium

23

333/8K

7,6

Molybdän

19

Rotgoldlegierungen (Kupfer-Gold)

 

Aluminiumlegierungen (siehe Tab. 5)

15,9-30,5

986

26,5

Wolfram (rein)

ca. 18,8

916/22K

9,7

Wolframlegierungen

20-28

900

8,9

Wolfram gesintert

<2

875

8

Zink

17

750/18K

6,2

Rhodium

20,9

585/14K

6,9

Iridium

ca. 19,7

333/8K

11,1

Ruthenium

ca. 14,1

Weißgold (Palladium Silber-Legierungen)

 

Neusilber

3,2-5,7

750

5,9

Zinn

7,9

585

5,2

Chrom

7,8

333

k.A.

Tantal

7,6

Silber

 

Blei

4,8

999

61

Antimon

2,4

935

55,8

Titan

0,5-2,5

925-Sterling

51

Bismut

0,9

835

49

Eisen (siehe Tab. 1)

Ferromagnetisch

600

47

Nickel

Ferromagnetisch

500

46

Cobalt

Ferromagnetisch

 

Wichtige Hinweise zu älteren Münzen und Edelmetallen (hier definiert als vor circa 1945)

Ältere Münzen/Barren (hier definiert als Münzen / Edelmetalle vor dem 2. Weltkrieg) und besonders Stücke aus dem 19. Jahrhundert können in Ihren Zusammensetzungen teilweise variieren. Dies bedeutet, dass der Goldgehalt zwar richtig sein kann, aber die restliche Zusammensetzung bei manchen Münzen abweicht. So sollten 900er Goldmünzen eigentlich aus 900 Teilen Gold und 100 Teilen Kupfer bestehen – doch aufgrund der damals teils noch nicht optimalen Herstellungs- und Analysebedingungen kann es natürlich vorkommen, dass derartige Münzen mit anderen Metallen verunreinigt wurden und somit den Leitwert der Münze verändern. Des Weiteren war auch oft das verwendete Gold nicht immer 100% rein und bei der Schmelze gelangten auch hier Verunreinigungen in die finale Legierung. Zum Beispiel wurde das Gold in diesen Zeiten (um das Jahr 1800 und auch später) noch auf diversen Raubzügen oder anderen Expeditionen gewonnen. Beachten Sie daher: Wir können nur die Sollwerte für die korrekt hergestellten Münzen angeben (also meist eben die Edelmetall-Kupferlegierung, manchmal Nickel).
Die Bandbreite möglicher Verunreinigungen und deren Auswirkungen sind unmöglich in Ihrer Gesamtheit nachvollziehbar. Bei unseren Tests haben wir aber definitiv festgestellt, dass z.B. Vrenelis 20 CHF teilweise 10 bis 20 mal so hohe Eisengehalte hatten wie ihre sauber hergestellten „Kollegen“ aus gleichen Jahrgängen. Der Goldgehalt war bei allen Münzen exakt wie er sein sollte (90% Goldanteil), allerdings war neben Kupfer und Silber bei manchen der Münzen noch ein deutlich höherer Eisenanteil mittels Röntgenfluoreszenzanalyse feststellbar.


Das heißt, beim Vreneli des Jahrgangs 1922 kann man sicher sagen, dass hier bei manchen Münzen unsauber geprägt wurde bzw. die Zusatzstoffe zum Gold nicht nur reines Kupfer waren. Da die GoldScreenBox ein sehr präzises Wirbelstrommessgerät ist, werden derartige Verunreinigungen natürlich auch erkannt und führen dann zu niedrigeren Leitwerten (Eisen senkt den Leitwert in derartigen Legierungen relativ stark ab) in der Leitfähigkeits-Angabe. Zusammenfassend gesagt handelt es sich daher in solchen Fällen nicht um Fälschungen, sondern lediglich um unsauber gearbeitete „Varianten“ der echten Münzen mit oftmals ferromagnetischer Verunreinigung (Eisen oder Nickel). Es ist daher unerlässlich für derartige Münzen noch weitere Prüfmethoden hinzuzuziehen (z.B. Dichteprüfung oder oberflächliche Prüfung mit Säuren oder RFA), um zu unterscheiden ob es sich tatsächlich um Unterlegierungen handelt (was selbstverständlich auch oft vorkommt) oder „nur“ einen der oben beschriebenen Fälle. Eine 900er-Goldmünze bleibt natürlich 900er Gold, auch wenn statt der restlichen 100 Teile Kupfer zum Beispiel 98 Teile Kupfer + 2 Teile Eisen vorhanden sind. Der Goldanteil ist also durch eine solche Verunreinigung nicht reduziert. Der Leitwert kann sich allerdings ändern und erschwert somit die Ergebnisinterpretation.

 

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Referenz- und Vergleichsleitwerte für die Produkte GoldScreenBox und GoldScreenPen zur Verfügung. Damit können Sie schnell und einfach abgleichen, ob ein... mehr erfahren »
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Referenz- und Vergleichswerte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Referenz- und Vergleichsleitwerte für die Produkte GoldScreenBox und GoldScreenPen zur Verfügung. Damit können Sie schnell und einfach abgleichen, ob ein bestimmtes Metall den zu erwartenden elektrische Leitwert in MS/m (Megasiemens pro Meter) zeigt. Bitte unbedingt beachten: Die elektrische Leitfähigkeit hängt stark von der Temperatur ab. Alle angegebenen Wert sind auf Raumtemperatur (20°C) bezogen.

Im folgenden eine Übersicht der wichtigsten Legierungen die für Edelmetallmünzen und Barren verwendet werden. Dazu noch eine umfangreiche Auswahl an Beispielen zu jedem der Legierungs- und Metalltypen

 

Bezeichnung

Typ

Leitfähigkeit [MS/m]

Feingehalt
[‰]

Dichte
[g/cm3]

Gold 999

A

45

999,9

19,25

Gold 986

B

26,5

986

19,0

Gold 916 (A) / 22 Karat

C

9,7

916

17,55

Gold 916 (B) / 22 Karat

D

11,1

916

17,8

Gold 900

E

8,9

900

17,8

Silber 999

F

61,0

999,9

10,50

Silber 958

G

52,5

958,4

10,41

Silber 925/900

H

51

900–925

10,25

Silber 835

I

49,0

835

10,17

Silber 625

J

47

625

9,8

Platin

K

9,1

999,5

21

Palladium

L

9,3

999,5

11,99

 

 

Typ A

Anlagegoldbarren (Degussa, Umicore, Heraeus, Agosi usw.), Wiener Philharmoniker, American Buffalo, Känguru Nugget, Maple Leaf, China Panda, Mexiko Libertad, Australian Lunar, Münzen Deutschland (100 Mark Sammlermünzen etc.), Britannia (seit 2012), Spanien 5000 bis 80000 Pesetas

Typ B

Bitte beachten: Der Sollwert ist hier ein Kompromiss aus dem eigentlichen Sollwert der 986er Legierung für Objekte die dicker als 1mm (25,5 MS/m) und den in der Praxis fast ausschließlich vorkommenden und eben sehr häufigen 1&4 Dukaten Münzen Österreich und deren Nachprägungen – diese sind besonders, da sie sehr dünn sind (0,71-0,75 mm) und daher unter unserer eigentlichen Mindestanforderung von 1 mm liegen.

Typ C

Südafrika Krügerrand, Großbritannien Britannia (1987-89), Kan. 100 Dollar, Türkei 100 Piaster, Australien 200 Dollar Gold Koala, UK Sovereigns, Chile 5 Pesos (1895-1980), 20 Pesos (1896–1917), Peru Libra (1898-1969), Peru 50000 & 100000 Soles

Typ D

USA American Eagle von der US Mint seit 1986, Nennwert in US-Dollar, Großbritannien Britannia (1989-2012)

Typ E

Deutschland Reichsmark, Österreich Kronen Kaiser Franz Joseph bis 1915 & Nachprägungen, Griechenland Drachme, Österreich Babenberger, Österreich Florin, Schweizer Vreneli (10-100 FR, 1897-1949), Niederlande Wilhemina, Frankreich Marianne/Napoleon/Republik, Italien Umberto I, Vittorio Emanuele II, Dänemark Frederik VIII, Belgien Albert/Leopold II, Russland Rubel Alexander III/Nikolaus II, Russland Tscherwonetz, USA Frauenkopf / Liberty / Indian Head / Double Eagle, Chile Pesos (Ausnahmen siehe Typ C), Mexiko Centenario, Peru 5 bis 10 Soles (1956-1979), Spanien 10 bis 100 Pesetas,

Typ F

Moderne Bullionmünzen: Kanada Maple Leaf, Österreich Philharmoniker, USA Eagle, Australian Koala / Kookaburra, Britannia (ab 2013), Armenien Arche Noah, China Panda, Lunar, Mexiko Libertad (ab 1996)

Typ G

Großbritannien Britannia (1997-2003)

Typ H

Österreich Maria Theresia Taler, viele Medaillen, 10 € Gedenkmünzen 2002-2010 und 20 € 2016–heute, Werte gelten nur für 900 bzw 925 Silber + Kupfer Legierungen & Münzen nach 1945, ältere Münzen bestehen manchmal aus Silber-Nickel-Legierung – diese liegt bei 35-38 MS/m!

Typ I

Lateinische Münzunion, Franken, Lire usw.

Typ J

DM & €-Gedenkmünzen BRD z.B. 5 DM 1953-1979, 10 DM 1987-1997 & 10 € 2011-2015

Typ K

Maple Leaf, 999,5er Barren

Typ L

Maple Leaf, 999,5er Barren

 

Außerdem noch eine Übersicht der Leitwerte wichtiger Schmucklegierungen und die Leitwerte der am häufigsten verwendeten Fälschungsmaterialien für Gold, Silber, Platin und Palladium.

 

Stempel

elektr.
Leitfähigkeit [MS/m]

Fremdmetall

elektr.
Leitfähigkeit [MS/m]

Gelbgoldlegierungen

 

Kupfer (rein)

58

999/24K

45

Kupferlegierungen

41-57

916

11,8

Aluminium (rein)

36,5

750/18K

7,1

Messing (siehe Tab. 5)

13-33

585/14K

7,3

Magnesium

23

333/8K

7,6

Molybdän

19

Rotgoldlegierungen (Kupfer-Gold)

 

Aluminiumlegierungen (siehe Tab. 5)

15,9-30,5

986

26,5

Wolfram (rein)

ca. 18,8

916/22K

9,7

Wolframlegierungen

20-28

900

8,9

Wolfram gesintert

<2

875

8

Zink

17

750/18K

6,2

Rhodium

20,9

585/14K

6,9

Iridium

ca. 19,7

333/8K

11,1

Ruthenium

ca. 14,1

Weißgold (Palladium Silber-Legierungen)

 

Neusilber

3,2-5,7

750

5,9

Zinn

7,9

585

5,2

Chrom

7,8

333

k.A.

Tantal

7,6

Silber

 

Blei

4,8

999

61

Antimon

2,4

935

55,8

Titan

0,5-2,5

925-Sterling

51

Bismut

0,9

835

49

Eisen (siehe Tab. 1)

Ferromagnetisch

600

47

Nickel

Ferromagnetisch

500

46

Cobalt

Ferromagnetisch

 

Wichtige Hinweise zu älteren Münzen und Edelmetallen (hier definiert als vor circa 1945)

Ältere Münzen/Barren (hier definiert als Münzen / Edelmetalle vor dem 2. Weltkrieg) und besonders Stücke aus dem 19. Jahrhundert können in Ihren Zusammensetzungen teilweise variieren. Dies bedeutet, dass der Goldgehalt zwar richtig sein kann, aber die restliche Zusammensetzung bei manchen Münzen abweicht. So sollten 900er Goldmünzen eigentlich aus 900 Teilen Gold und 100 Teilen Kupfer bestehen – doch aufgrund der damals teils noch nicht optimalen Herstellungs- und Analysebedingungen kann es natürlich vorkommen, dass derartige Münzen mit anderen Metallen verunreinigt wurden und somit den Leitwert der Münze verändern. Des Weiteren war auch oft das verwendete Gold nicht immer 100% rein und bei der Schmelze gelangten auch hier Verunreinigungen in die finale Legierung. Zum Beispiel wurde das Gold in diesen Zeiten (um das Jahr 1800 und auch später) noch auf diversen Raubzügen oder anderen Expeditionen gewonnen. Beachten Sie daher: Wir können nur die Sollwerte für die korrekt hergestellten Münzen angeben (also meist eben die Edelmetall-Kupferlegierung, manchmal Nickel).
Die Bandbreite möglicher Verunreinigungen und deren Auswirkungen sind unmöglich in Ihrer Gesamtheit nachvollziehbar. Bei unseren Tests haben wir aber definitiv festgestellt, dass z.B. Vrenelis 20 CHF teilweise 10 bis 20 mal so hohe Eisengehalte hatten wie ihre sauber hergestellten „Kollegen“ aus gleichen Jahrgängen. Der Goldgehalt war bei allen Münzen exakt wie er sein sollte (90% Goldanteil), allerdings war neben Kupfer und Silber bei manchen der Münzen noch ein deutlich höherer Eisenanteil mittels Röntgenfluoreszenzanalyse feststellbar.


Das heißt, beim Vreneli des Jahrgangs 1922 kann man sicher sagen, dass hier bei manchen Münzen unsauber geprägt wurde bzw. die Zusatzstoffe zum Gold nicht nur reines Kupfer waren. Da die GoldScreenBox ein sehr präzises Wirbelstrommessgerät ist, werden derartige Verunreinigungen natürlich auch erkannt und führen dann zu niedrigeren Leitwerten (Eisen senkt den Leitwert in derartigen Legierungen relativ stark ab) in der Leitfähigkeits-Angabe. Zusammenfassend gesagt handelt es sich daher in solchen Fällen nicht um Fälschungen, sondern lediglich um unsauber gearbeitete „Varianten“ der echten Münzen mit oftmals ferromagnetischer Verunreinigung (Eisen oder Nickel). Es ist daher unerlässlich für derartige Münzen noch weitere Prüfmethoden hinzuzuziehen (z.B. Dichteprüfung oder oberflächliche Prüfung mit Säuren oder RFA), um zu unterscheiden ob es sich tatsächlich um Unterlegierungen handelt (was selbstverständlich auch oft vorkommt) oder „nur“ einen der oben beschriebenen Fälle. Eine 900er-Goldmünze bleibt natürlich 900er Gold, auch wenn statt der restlichen 100 Teile Kupfer zum Beispiel 98 Teile Kupfer + 2 Teile Eisen vorhanden sind. Der Goldanteil ist also durch eine solche Verunreinigung nicht reduziert. Der Leitwert kann sich allerdings ändern und erschwert somit die Ergebnisinterpretation.

 

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