Silber testen - so erkennt man echtes Silber!

Nicht nur Gold wird als Anlage- und Industriemetall weltweit gehandelt und geschätzt - auch das Edelmetall Silber hat aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften einen hohen Stellenwert im internationalen Rohstoff-Handel. Doch wie kann man nun Silber auf Echtheit testen? Fakt ist nämlich, dass auch von Silber eine Vielzahl von Fälschungen und Imitaten im Umlauf sind. Auf unserer Seite Silberfälschungen können Sie sich genauere Informationen zu den verschiedenen Silberfälschungs-Arten besorgen.

Im Folgenden geht es um die Durchführung des Silbertests für Silbermünzen, Silberbarren und aus Silber und Silberlegierungen gefertigten Schmuck.

Silber testen - Inhaltsübersicht

  • Silber - Allgemeine Informationen
  • Sichtprüfung und Untersuchung der Prägung
  • Korrektes Gewicht und Abmessungen überprüfen
  • Dichtebestimmung von Silber
  • Wirbelstrom-Messung: eine schnelle Methode zum Silber testen
  • Test der magnetischen Eigenschaften von Silberbarren und Silbermünzen
  • Säuretests für Silber und Silberlegierungen

 

Silber & Silberfälschungen - Allgemeine Informationen

Silbermünzen und Silberbarren haben gerade in letzten Jahren eine hohen Stellenwert als Anlageobjekte erlangt. Damit das Investment in physisches Silber auch wirklich zur sicheren Anlage wird, zeigen wir Ihnen wie man echtes Silber erkennen und falsches Silber vermeiden kann. Häufig wird Silber mit den Metallen Molybdän, Blei, Zinn-Blei-Legierungen oder Kupfer "gestreckt". Gerade die Fälschungen aus Molybdän und bestimmten Zinn-Blei Legierungen sind besonders gefährlich, da diese Materialien nahezu gleiche Dichten wie Silber aufweisen. Auf diese Weise können von den Fälschern Gewicht und Abmessungen perfekt imitiert werden. Die derart hergestellten, gefälschten Silbermünzen erfordern die Untersuchung mit modernen Prüfmethoden.

Im folgenden Beispiel eine nahezu perfekt gefälschte Panda Silbermünze mit Kern aus Blei-Zinn Legierung gleicher Dichte. Somit hat die Münze exakt die Abmessungen und das Gewicht der originalen Münze. Da aber der Schmelzpunkt derartiger Legierungen weit unter dem von Reinsilber liegt, kann schon eine Heat-Gun die Münze zum Schmelzen bringen. Leider eine sehr aufwändige und nicht-zerstörungsfreie Prüfmethode für Edelmetalle.

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Sichtprüfung und Untersuchung von Prägungen und Stempeln

 Ein erster, einfacher Silbertest ist der Vergleich des Prägebildes von Münzen oder Barren mit Produktbildern des Herstellers. Stimmen die Proportionen, erscheint die Prägetiefe wie bei den Originalen, sind alle Elemente vorhanden? Diese und weitere Fragen zu den Details der Silbermünzen und Barren können erste Hinweise auf das Vorliegen einer Silberfälschung geben. Besonders wichtig: sollte das Objekt eine geriffelte oder eine glatte Rändelung haben? Mit Hilfe einer Lupe können Sie auch feinere Details im Münzbild untersuchen. Bei Fälschungen kommt es oft vor, dass die feinen Details des Prägebildes nicht exakt nachgebildet wurden.

Korrektes Gewicht und Abmessungen überprüfen

Eine weitere sehr einfache Methode um Silber zu testen ist die Feststellung des Gewichtes mit einer Feinwaage. Beispielsweise darf eine Unze Feinsilber nicht deutlich mehr oder weniger als 31,1 Gramm wiegen. Zudem kann man mit Hilfe einer digitalen Schiebelehre uach die korrekten Abmessungen (Dicke und Durchmesser) von Silbermünzen ermitteln. Die genauen Sollwerte finden sich dabei auf den Websites der Hersteller, bei Scheideanstalten (hier besonders die ESG-Scheideanstalt Rheinstetten mit einem tollen Informationsangebot rund um Edelmetallmünzen), auf unserer Website und in der Datenbank des Münzprüfgerätes Goldscreencard.

 Dichtebestimmung von Silber

Auch das spezifische Gewicht bzw. die Dichte eines Metalls wie Silber kann Aufschluss über Materialreinheit und Beschaffenheit im Inneren des Objektes geben. Mittels Dichtewaage können Fälschungen aufgedeckt werden, bei denen das Kernmaterial von der Dichte des Silbers oder der Silberlegierung abweicht. Dies sind unter anderem die sehr häufig vorkommenden Silberfälschungen mit Kupferkern. Darüber hinaus können auch blei-haltige Silberobjekte aufgedeckt werden und in seltenen Fällen solche mit Kernen aus anderen Metallen wie zum Beispiel Wismut. In der folgenden Übersicht ein Vergleich der Dichten zwischen Silber und den gängigen Fälschungsmaterialien:

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Die besonders heimtückischen Fälschungen sind diejenigen mit einem Kern aus Metall gleicher Dichte wie das imitierte Edelmetall. Diese Art von Fälschung ist vor allem bei Gold inzwischen weitläufig bekannt: das Goldobjekt (Goldmünze, Goldbarren oder Schmuck) wird mit einem Kern aus Wolfram versehen. Da beide die gleiche Dichte aufweisen (19,3 Gramm pro Kubikzentimeter) haben die Objekte exakte gleiches Gewicht und selbe Abmessungen. Und entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, dass diese Art von Fälschung für Silber nicht verbreitet sei, tauchten besonders im ost-europäischen Raum und verstärkt auch in Deutschland und Österreich in jüngerer Vergangenheit Blei-Zinn oder Molybdän Fälschungen auf. In unserem Hause hatten wir vor kurzem eine Vielzahl nahezu perfekt gefälschter russischer Silbermünzen in Augenschein genommen. Die Prägequalität, sowie Abmessungen und Gewicht, waren den Originalen nahezu identisch. Für diese Art von Fälschungen benötigt man andere Prüfmethoden wie die Goldscreencard oder Magnetwaage.

Wirbelstrom-Messung: eine schnelle Methode zum Silber testen

Hat die Dichtebestimmung mit der Dichtewaage oder die Bestimmung von Abmessungen/Gewicht ein korrektes Ergebnis geliefert, kann man eine Vielzahl von Silberfälschungen ausschliessen. Im nächsten Schritt gilt es nun auf die professionellen Fälschungen mit Materialien von gleichem spezifischen Gewicht zu achten.

Hier bieten sich sogenannte Wirbelstrom-Analysegeräte wie die Goldanalytix Goldscreencard oder der Goldscreenpen an. Die Goldscreencard eignet sich dabei bestens für Gold- oder Silbermüzen. Mit ihrer Hilfe kann auch das Innere der Münze zerstörungsfrei und sehr schnell untersucht werden.  Die Fremdmetall-Einschlüsse ändern bereits in kleinen Mengen das Ansprechverhalten auf die Goldscreencard. Durch das Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes definierter Frequenz werden Wirbelströme im Inneren der Münze angeregt und die Messung dieser Ströme ermöglicht letztlich die Unterscheidung zwischen echtem und falschen Silber. Im folgenden eine Veranschaulichung des Messprinzips der Goldscreencard:

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Ein weiteres Wirbelstrom-Prüfgerät, das universell einsetzbar auch für Barren oder Schmuck verwendet werden kann, ist der Goldscreenpen. Dieser Gold- und Silberprüfer arbeitet grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie die Goldscreencard. Allerdings ist die Messspule in der Spitze eines kleinen Stiftes verbaut. Auf diese Weise kann der Goldscreenpen auch Objekte mit unregelmäßiger Geometrie untersuchen.

Test der magnetischen Eigenschaften von Silbermünzen und Barren mit der Magnetwaage

Ein besonders effektiver und schneller Silbertest ist die Prüfung mit der Magnetwaage. Die Basis des Messprinzips ist das unterschiedliche magnetische Verhalten von Materialien. Diamagnetismus, Paramagnetismus und Ferromagnetismus definieren unterschiedliche magnetische Eigenschaften von Stoffen. Während Diamagnetismus und Paramagnetismus im Alltag nicht beobachtet werden können, kennt man den Ferromagnetismus aus vielen Alltagssituationen (man denke nur an die großen Magnete auf Schrottplätzen zum Anziehen von eisenhaltigem Schrott). Grundsätzlich besitzt jeder Stoff diamagnetische Eigenschaften, doch wird der Diamagnetismus bei vielen Stoffen von paramagnetischen und ferromagnetischen Eigenschaften überlagert.

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Dieser Unterschied zwischen paramagnetischen und diamagnetischen Stoffen bildet die Grundlage für die Echtheitsbestimmung von Edelmetallen mittels der Magnetwaage. Denn diamagnetische Stoffe wie Reingold oder Reinsilber bewirken einen leicht positiven Wert (typischerweise +0.010 bis +0.090 Gramm), da das Material den Magnetmesskopf leicht abstößt und dieser daher leicht auf die Waage drückt. Im Falle von paramagnetischen Stoffen wird das Material (z.B. Wolfram oder Tantal) leicht vom Magneten angezogen und die Waage entlastet; es ergibt sich ein negativer Wert und somit kann man gefälschtes Silber erkennen. Der Silbertest basiert dabei auf dem Unterschied zwischen den magnetischen Eigenschaften von Silber und z.B Molybdän. Doch Vorsicht: die Magnetwaage kann nicht alle Arten von Silberfälschungen eindeutig detektieren. Wenn das Fälschungsmaterial ebenso diamagnetisch ist und somit auch ein positives Vorzeichen liefert, kann die Magnetwaage folglich auch keinen Unterschied erkennen. Zum Beispiel, die Kookaburra Silberfälschungen mit Kernen aus Kupfer oder Blei-Zinn können nicht erkannt werden, da ja sowohl Kupfer als auch Blei-Zinn ebenso wie Silber diamagnetisch sind.

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 Echtes Silber erkennen mit Silberprüfsäuren

Ein klassischer Silbertest ist die Prüfung mittels Strichprobe und benetzen des Silberabriebs mit Silberprüfsäuren bzw. Silberprüfmischungen. Eine genaue Anleitung zur Durchführung der Silber-Strichprobe finden Sie auf unserer Seite "Silbertest mit Silberprüfsäuren". Bitte beachten Sie, dass die klassische Silberprüfsäure mit der Rotfärbung bei Vorliegen von Silber, chromathaltig und giftig ist und daher nur unter Vorlage eines Gewerbescheins und einer Endverbleibserklärung abgegeben werden darf.

Daher hat Goldanalytix einen weiteren Silbertest auf der Basis von unbedenklicheren Inhaltsstoffen entwickelt. Dieser darf auch an Privatpersonen und ohne Einschränkungen durch das Gefahrstoffrecht vertrieben werden. Bei diesem Test werden 2 Flüssigkeiten nacheinander auf den Abriebe gegeben und es ergibt sich bei Vorhandensein von Silber in der Probe ein klare Gelbfärbung der Flüssigkeit.

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Nicht nur Gold wird als Anlage- und Industriemetall weltweit gehandelt und geschätzt - auch das Edelmetall Silber hat aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften einen hohen Stellenwert im... mehr erfahren »
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Silber testen - so erkennt man echtes Silber!

Nicht nur Gold wird als Anlage- und Industriemetall weltweit gehandelt und geschätzt - auch das Edelmetall Silber hat aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften einen hohen Stellenwert im internationalen Rohstoff-Handel. Doch wie kann man nun Silber auf Echtheit testen? Fakt ist nämlich, dass auch von Silber eine Vielzahl von Fälschungen und Imitaten im Umlauf sind. Auf unserer Seite Silberfälschungen können Sie sich genauere Informationen zu den verschiedenen Silberfälschungs-Arten besorgen.

Im Folgenden geht es um die Durchführung des Silbertests für Silbermünzen, Silberbarren und aus Silber und Silberlegierungen gefertigten Schmuck.

Silber testen - Inhaltsübersicht

  • Silber - Allgemeine Informationen
  • Sichtprüfung und Untersuchung der Prägung
  • Korrektes Gewicht und Abmessungen überprüfen
  • Dichtebestimmung von Silber
  • Wirbelstrom-Messung: eine schnelle Methode zum Silber testen
  • Test der magnetischen Eigenschaften von Silberbarren und Silbermünzen
  • Säuretests für Silber und Silberlegierungen

 

Silber & Silberfälschungen - Allgemeine Informationen

Silbermünzen und Silberbarren haben gerade in letzten Jahren eine hohen Stellenwert als Anlageobjekte erlangt. Damit das Investment in physisches Silber auch wirklich zur sicheren Anlage wird, zeigen wir Ihnen wie man echtes Silber erkennen und falsches Silber vermeiden kann. Häufig wird Silber mit den Metallen Molybdän, Blei, Zinn-Blei-Legierungen oder Kupfer "gestreckt". Gerade die Fälschungen aus Molybdän und bestimmten Zinn-Blei Legierungen sind besonders gefährlich, da diese Materialien nahezu gleiche Dichten wie Silber aufweisen. Auf diese Weise können von den Fälschern Gewicht und Abmessungen perfekt imitiert werden. Die derart hergestellten, gefälschten Silbermünzen erfordern die Untersuchung mit modernen Prüfmethoden.

Im folgenden Beispiel eine nahezu perfekt gefälschte Panda Silbermünze mit Kern aus Blei-Zinn Legierung gleicher Dichte. Somit hat die Münze exakt die Abmessungen und das Gewicht der originalen Münze. Da aber der Schmelzpunkt derartiger Legierungen weit unter dem von Reinsilber liegt, kann schon eine Heat-Gun die Münze zum Schmelzen bringen. Leider eine sehr aufwändige und nicht-zerstörungsfreie Prüfmethode für Edelmetalle.

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Sichtprüfung und Untersuchung von Prägungen und Stempeln

 Ein erster, einfacher Silbertest ist der Vergleich des Prägebildes von Münzen oder Barren mit Produktbildern des Herstellers. Stimmen die Proportionen, erscheint die Prägetiefe wie bei den Originalen, sind alle Elemente vorhanden? Diese und weitere Fragen zu den Details der Silbermünzen und Barren können erste Hinweise auf das Vorliegen einer Silberfälschung geben. Besonders wichtig: sollte das Objekt eine geriffelte oder eine glatte Rändelung haben? Mit Hilfe einer Lupe können Sie auch feinere Details im Münzbild untersuchen. Bei Fälschungen kommt es oft vor, dass die feinen Details des Prägebildes nicht exakt nachgebildet wurden.

Korrektes Gewicht und Abmessungen überprüfen

Eine weitere sehr einfache Methode um Silber zu testen ist die Feststellung des Gewichtes mit einer Feinwaage. Beispielsweise darf eine Unze Feinsilber nicht deutlich mehr oder weniger als 31,1 Gramm wiegen. Zudem kann man mit Hilfe einer digitalen Schiebelehre uach die korrekten Abmessungen (Dicke und Durchmesser) von Silbermünzen ermitteln. Die genauen Sollwerte finden sich dabei auf den Websites der Hersteller, bei Scheideanstalten (hier besonders die ESG-Scheideanstalt Rheinstetten mit einem tollen Informationsangebot rund um Edelmetallmünzen), auf unserer Website und in der Datenbank des Münzprüfgerätes Goldscreencard.

 Dichtebestimmung von Silber

Auch das spezifische Gewicht bzw. die Dichte eines Metalls wie Silber kann Aufschluss über Materialreinheit und Beschaffenheit im Inneren des Objektes geben. Mittels Dichtewaage können Fälschungen aufgedeckt werden, bei denen das Kernmaterial von der Dichte des Silbers oder der Silberlegierung abweicht. Dies sind unter anderem die sehr häufig vorkommenden Silberfälschungen mit Kupferkern. Darüber hinaus können auch blei-haltige Silberobjekte aufgedeckt werden und in seltenen Fällen solche mit Kernen aus anderen Metallen wie zum Beispiel Wismut. In der folgenden Übersicht ein Vergleich der Dichten zwischen Silber und den gängigen Fälschungsmaterialien:

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Die besonders heimtückischen Fälschungen sind diejenigen mit einem Kern aus Metall gleicher Dichte wie das imitierte Edelmetall. Diese Art von Fälschung ist vor allem bei Gold inzwischen weitläufig bekannt: das Goldobjekt (Goldmünze, Goldbarren oder Schmuck) wird mit einem Kern aus Wolfram versehen. Da beide die gleiche Dichte aufweisen (19,3 Gramm pro Kubikzentimeter) haben die Objekte exakte gleiches Gewicht und selbe Abmessungen. Und entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, dass diese Art von Fälschung für Silber nicht verbreitet sei, tauchten besonders im ost-europäischen Raum und verstärkt auch in Deutschland und Österreich in jüngerer Vergangenheit Blei-Zinn oder Molybdän Fälschungen auf. In unserem Hause hatten wir vor kurzem eine Vielzahl nahezu perfekt gefälschter russischer Silbermünzen in Augenschein genommen. Die Prägequalität, sowie Abmessungen und Gewicht, waren den Originalen nahezu identisch. Für diese Art von Fälschungen benötigt man andere Prüfmethoden wie die Goldscreencard oder Magnetwaage.

Wirbelstrom-Messung: eine schnelle Methode zum Silber testen

Hat die Dichtebestimmung mit der Dichtewaage oder die Bestimmung von Abmessungen/Gewicht ein korrektes Ergebnis geliefert, kann man eine Vielzahl von Silberfälschungen ausschliessen. Im nächsten Schritt gilt es nun auf die professionellen Fälschungen mit Materialien von gleichem spezifischen Gewicht zu achten.

Hier bieten sich sogenannte Wirbelstrom-Analysegeräte wie die Goldanalytix Goldscreencard oder der Goldscreenpen an. Die Goldscreencard eignet sich dabei bestens für Gold- oder Silbermüzen. Mit ihrer Hilfe kann auch das Innere der Münze zerstörungsfrei und sehr schnell untersucht werden.  Die Fremdmetall-Einschlüsse ändern bereits in kleinen Mengen das Ansprechverhalten auf die Goldscreencard. Durch das Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes definierter Frequenz werden Wirbelströme im Inneren der Münze angeregt und die Messung dieser Ströme ermöglicht letztlich die Unterscheidung zwischen echtem und falschen Silber. Im folgenden eine Veranschaulichung des Messprinzips der Goldscreencard:

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Ein weiteres Wirbelstrom-Prüfgerät, das universell einsetzbar auch für Barren oder Schmuck verwendet werden kann, ist der Goldscreenpen. Dieser Gold- und Silberprüfer arbeitet grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie die Goldscreencard. Allerdings ist die Messspule in der Spitze eines kleinen Stiftes verbaut. Auf diese Weise kann der Goldscreenpen auch Objekte mit unregelmäßiger Geometrie untersuchen.

Test der magnetischen Eigenschaften von Silbermünzen und Barren mit der Magnetwaage

Ein besonders effektiver und schneller Silbertest ist die Prüfung mit der Magnetwaage. Die Basis des Messprinzips ist das unterschiedliche magnetische Verhalten von Materialien. Diamagnetismus, Paramagnetismus und Ferromagnetismus definieren unterschiedliche magnetische Eigenschaften von Stoffen. Während Diamagnetismus und Paramagnetismus im Alltag nicht beobachtet werden können, kennt man den Ferromagnetismus aus vielen Alltagssituationen (man denke nur an die großen Magnete auf Schrottplätzen zum Anziehen von eisenhaltigem Schrott). Grundsätzlich besitzt jeder Stoff diamagnetische Eigenschaften, doch wird der Diamagnetismus bei vielen Stoffen von paramagnetischen und ferromagnetischen Eigenschaften überlagert.

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Dieser Unterschied zwischen paramagnetischen und diamagnetischen Stoffen bildet die Grundlage für die Echtheitsbestimmung von Edelmetallen mittels der Magnetwaage. Denn diamagnetische Stoffe wie Reingold oder Reinsilber bewirken einen leicht positiven Wert (typischerweise +0.010 bis +0.090 Gramm), da das Material den Magnetmesskopf leicht abstößt und dieser daher leicht auf die Waage drückt. Im Falle von paramagnetischen Stoffen wird das Material (z.B. Wolfram oder Tantal) leicht vom Magneten angezogen und die Waage entlastet; es ergibt sich ein negativer Wert und somit kann man gefälschtes Silber erkennen. Der Silbertest basiert dabei auf dem Unterschied zwischen den magnetischen Eigenschaften von Silber und z.B Molybdän. Doch Vorsicht: die Magnetwaage kann nicht alle Arten von Silberfälschungen eindeutig detektieren. Wenn das Fälschungsmaterial ebenso diamagnetisch ist und somit auch ein positives Vorzeichen liefert, kann die Magnetwaage folglich auch keinen Unterschied erkennen. Zum Beispiel, die Kookaburra Silberfälschungen mit Kernen aus Kupfer oder Blei-Zinn können nicht erkannt werden, da ja sowohl Kupfer als auch Blei-Zinn ebenso wie Silber diamagnetisch sind.

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 Echtes Silber erkennen mit Silberprüfsäuren

Ein klassischer Silbertest ist die Prüfung mittels Strichprobe und benetzen des Silberabriebs mit Silberprüfsäuren bzw. Silberprüfmischungen. Eine genaue Anleitung zur Durchführung der Silber-Strichprobe finden Sie auf unserer Seite "Silbertest mit Silberprüfsäuren". Bitte beachten Sie, dass die klassische Silberprüfsäure mit der Rotfärbung bei Vorliegen von Silber, chromathaltig und giftig ist und daher nur unter Vorlage eines Gewerbescheins und einer Endverbleibserklärung abgegeben werden darf.

Daher hat Goldanalytix einen weiteren Silbertest auf der Basis von unbedenklicheren Inhaltsstoffen entwickelt. Dieser darf auch an Privatpersonen und ohne Einschränkungen durch das Gefahrstoffrecht vertrieben werden. Bei diesem Test werden 2 Flüssigkeiten nacheinander auf den Abriebe gegeben und es ergibt sich bei Vorhandensein von Silber in der Probe ein klare Gelbfärbung der Flüssigkeit.

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